Spagyrik und Aromatherapie

Das Wesen der Pflanze trifft den Wesenskern des Menschen.

Bei der Spagyrik nach Dr. Zimpel und für die Aromatherapie werden Heilpflanzen in besonderen Verfahren schonend verarbeitet, so dass das „Wesen der Pflanze“ in ihren energetischen und körperlichen Heilprinzipien wirken kann. So harmonisieren sie Körper, Geist und Seele.

Ein Beispiel zur Wesenbeschreibung der Pflanze Achillea millefolium (Schafgarbe):

Die Schafgarbe ist eine „ordnende Pflanze“. Sie zeigt es uns wunderbar in ihrer Signatur. Während es zum Wesen vieler Pflanzen gehört, möglichst rasch eine Blüte hervorzubringen, form sie geduldig erst „ihr Nest“, welches aus vielen (mille) zierlichen Blattrispen besteht, welche in sich wiederum zart und fein gebaut sind. Erst wenn dieser Prozess beendet ist, treibt sie einen Blütenstengel. Betrachten wir dieses Wesensmerkmal von Achillea millefolium, wird klar, dass sie besonders von „ungeduldigen“ Menschen, die Struktur im Leben benötigen, für ihren Heilungsprozess gebraucht wird.

Energetische Aspekte nach Dr. Zimpel:
Befreiung von sozialen Sitten – sich emanzipieren – Depressionen durch Druck anderer – seine Potenziale wieder finden – Gleichheit zwischen Mann und Frau unter Wahrnehmung ihrer Verschiedenheiten – Demut.

Körperliche Aspekte nach Dr. Zimpel:
Entgiftet und entwässert – Leber-, Gallenblase-, Blase- und Nierenprobleme – weibliches Hormonsystem – Zysten – Fibrome – wirkt direkt auf das Knochenmark und aktiviert durch die Blutzellenbildung – arterieller Blutandrang im kleinen Becken - Diabetes. Synergie mit Arnica.

Aus der Historie:
Aphrodite’s Empfehlung war, diese Pflanze auf die Ferse des Achilles aufzutragen (Trojakrieg), der durch den vergifteten Pfeil des Paris verletzt wurde.

Was ist nun das Besondere an Spagyrischen Essenzen, das ihnen die Kraft gibt auf allen diesen drei oben aufgeführten Ebenen (Körper, Geist, Seele) eine Wirkung zu erzielen?

Das Geheimnis liegt in der außergewöhnlichen und aufwendigen Herstellung. Spagyrik kommt aus dem griechischen und bedeutet trennen (span) und zusammenfügen (ageirein). Ausgesuchte, geprüfte, frische und ganze (nicht nur Teile) Heilpflanzen werden mit Hefe einer alkoholischen Gärung unterzogen, die die Wirkstoffe sehr gut aufschließt.

Trennen: Destillation der vergorenen Masse (Geist, Seele)
Zusammenfügen:
Veraschung des verbleibenden Rückstandes. Die so gewonnenen mineralischen Inhaltsstoffe der Pflanzen (Körper) werden im Destillat gelöst.

Auf diesem Weg erfolgt die Gewinnung von hochenergetischen Essenzen, die derzeit von ca. 100 Heilpflanzen im Handel sind. Die Tradition dieses spagyrischen Herstellungsprozesses reicht bis ins alte Ägypten zurück.
Es ist eine alchemistische Methode, die im Mittelalter ihre Blütezeit hatte. Der berühmteste Arzt dieser Zeit, Paracelsus, bediente sich spagyrisch aufbereiteter Heilmittel. Er war der Begründer der modernen Naturheilkunde, die keine kurzfristigen, billigen Lösungen akzeptiert sondern immer das Ganze im Auge haben soll.

Meine Erfahrung in der Praxis zeigt, dass häufig bei Krankheiten mit einem seelischen Hintergrund die spagyrischen Gaben sehr klärend und harmonisierend wirken. Die Patienten berichten, dass sie mit den Essenzen mehr träumen. Es ist gut, wenn unser Unterbewusstsein mit uns spricht. Denn das Lösungspotenzial für unsere Konflikte liegt bereits in uns.

Manchmal sind Spagyrische Mittel der erste Schritt einer Therapiereihenfolge und öffnet die energetische Ebene für nachfolgende Maßnahmen.

Für die Aromatherapie wird aus frischen Pflanzen durch Extraktion mit Alkohol eine Urtinkur hergestellt. Auch sie entfalten ihre Vorteile vor allem in Bezug zum Wesen der Pflanze.

Die Aromatherapie spricht direkt das limbische System im Gehirn an. Hier sind auch „Geruchserfahrungen“ aus unserer Kindheit abgespeichert. Die Urtinkturen sind in der Lage, den verletzten ätherischen Leib des Menschen – seine Aura - wieder zu schließen. Das macht sie so wertvoll als Begleitbehandlung zu depressiven Verstimmungen, in seelischen Krisen, nach Unfällen und in der Sterbebegleitung.

Beispiel Lavandula (Lavendel):
“Gerade in Zuständen des unruhigen Übergangs wirkt Lavandula klärend und beseelend. Er reinigt das Seelengefäß und bereitet Raum für höhere Werte. Die Klärung bringt Ruhe und Nervenkraft. Dies erleichtert einerseits die Bejahung des persönlichen Schicksals und fördert andererseits die Aufnahmebereitschaft für die Anforderungen der nächsten Stufe. Lavendel hat die Kraft, den Menschen aufzurichten und die Seele zu öffnen”.
aus: „Pflanzliche Urtinkturen“ von Roger und Hildegard Kalbermatten

Alle möglichen Behandlungsaspekte, die Verabreichungsform – ob als Spray, Tropfen, Salbe oder Creme - und die Mischungen der spagyrischen Mittel selbst teste ich individuell kinesiologisch aus.